Thomas Born

Thomas Born, bekannt als „Karate-Tommy“, wurde am 23. Oktober 1951 in Hamburg geboren und verstarb am 1. Mai 2015 ebenda.  Er war ein deutscher Kampfsportler, Zuhälter und Schauspieler.

Im Alter von 13 Jahren begann Born mit Judo beim Polizeisportverein Berlin. Nach seinem Umzug nach Hamburg erwarb er mit 19 Jahren den Schwarzen Gürtel im Judo und gehörte zeitweise dem Olympiakader an. Später erlangte er auch den Schwarzen Gürtel im Karate. 1976 eröffnete er eine Kampfsportschule in Hamburg-Uhlenhorst, die bald zum Treffpunkt für lokale Größen des Kiezmilieus wurde.
In den 1980er Jahren war Born als „Chef der Abteilung Stress“ der sogenannten „Nutella-Bande“ auf St. Pauli bekannt. In dieser Rolle war er für die Durchsetzung der territorialen Ansprüche der Gruppe verantwortlich, wobei er Konflikte häufig mit Gewalt löste.
Legendär ist seine Flucht vor einer Schießerei im Eros Center, bei der er durch eine Tür brach.
Nach seinem Rückzug aus dem Rotlichtmilieu trat Born in verschiedenen Fernseh- und Kinoproduktionen auf. Er spielte unter anderem in „Der König von St. Pauli“ (1998) und „Die rote Meile“ (1999). Zudem war er Gast in mehreren Talkshows.

Thomas Born war Vater zweier Söhne. Er starb am 1. Mai 2015 an den Folgen eines Herzinfarkts im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt